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Name und Aussehen
Der lateinische Name des Afrikanischen Weissbauchigels lautet Atelerix Albiventris. Im Englischen wird er aufgrund seiner Fußform auch „four-toed-hedgehog" genannt.
Der natürliche Lebensraum der Afrikanischen Weissbauchigel ist Mittel-Afrika. Dort bewohnen sie sowohl Steppen und Savannen, als auch Felder und teilweise sogar Gärten und Parks. In der Natur haben Igel ein großes Terrain und legen Nacht für Nacht kilometerlange Strecken zurück. Daher benötigen sie auch in der Haltung als Haustier die Möglichkeit sich ausreichend zu bewegen.
Afrikanische Weissbauchigel sind dämmerungs und nachtaktiv.
Mit ihren spitzen Stacheln können die Tiere sich in der Natur sehr gut gegen Feinde verteidigen. Sie rollen sich dann - wie auch unser heimischer Europäischer Igel - zu Kugeln zusammen, sodass nur noch die Stacheln herausgucken.
In den USA sind die Weissbauchigel bereits seit über 10 Jahren beliebte Haustiere. In Europa sind sie hingegen noch recht exotische Haustiere, aber sie finden immer mehr Liebhaber. Mittlerweile gibt es auch schon einige Züchter und es ist nicht mehr notwendig, Wildfänge zu erwerben.
Weissbauchigel werden relativ zahm und sind sehr verspielt.
Weissbauchigel sind ausdauernde Läufer. Im Sommer darf der Auslauf auch mal im Garten in einem gesicherten Freilaufgitter stattfinden.
Das Fell des Weissbauchigels ist weiß, beige oder hellgrau. Die Stacheln sind graubraun und an den Spitzen weiß gefärbt.
Mittlerweile wurden auch andere schöne Farbschläge gezüchtet, bei denen sich sowohl die Fell- als auch die Stachelfarbe unterscheiden.
Weissbauchigel haben die typische spitze Igelnase und große, dunkle Augen.
Größe und Alter
Der Afrikanische Weissbauchigel wird etwas kleiner als unser heimischer Igel. Sie werden ca. 18 - 23 cm lang und wiegen 250 - 600g.
Sie können in Gefangenschaft ein Lebensalter von bis zu 8 Jahren erreichen.
Ernährung
Afrikanische Weissbauchigel ernähren sich zum größten Teil von fleischlicher Kost (Katzenfutter nass und trocken ). In der Natur sind dies zumeist Insekten, manchmal aber auch Babymäuse - oder Vögel. Zusätzlich muss jeden Tag frisches Wasser in den Käfig gestellt werden, unter keinen Umständen jedoch Milch (verursacht Durchfall). Regenwürmer und Schnecken sind Überträger von Parasiten , sollten daher  nicht angeboten werden.
Die Ernährung in menschlicher Obhut sollte ähnlich aussehen. Geeignete Futterinsekten sind z. B. Grillen, Heimchen, Mehlwürmer und Zophobas. Gelegentlich können Sie auch ein Stück gekochtes, aber ungewürztes Rind- oder Geflügelfleisch dazugeben. Auf keinen Fall Obst oder Gemüse, da dies schweren Durchfall verursacht.
Käfig
Weißbauchigel (Atelerix albiventris)
laut der 2.Tierhaltungsverordnung
2 m2 pro Afrikanischen Weissbauchigel
www.ris.bka.gv.at
(alle anderen Arten von Igel inklusive der europäischen Igel, Erinaceus europaeus)
6 m2
Die Temperatur sollte nicht unter 22 Grad fallen, daher sollten Sie ein Thermometer installieren. Wenn nötig, können sie die Temperatur mit Terrarienstrahlern anpassen.
Der Boden sollte großzügig mit Einstreu bestreut werden, z. B. Sägespäne , Stroh oder Holzpellets. Anderes Material wie Heu oder Hamsterwatte sind nicht geeignet, weil es zum Einen von den Tieren gefressen werden kann und es ihnen nicht gut bekommt. Zum Anderen wickelt es sich um die Beinchen und kann böse Verletzungen verursachen.
Jeder Igel benötigt ein geräumiges Schlafhäuschen. Ansonsten sollten Sie noch einen Futternapf und einen Wassernapf anschaffen. Diese sollten am Besten aus Keramik sein, damit sie nicht so leicht umgeworfen werden können.
Der geeignete Standort für den Käfig sollte nicht zu zugig sein. Besonders tagsüber sollte die Ruhe für die nachtaktiven Weissbauchigel gewährleistet sein.
Vergesellschaftung
In der Natur sind die Weissbauchigel absolute Einzelgänger, die sich lediglich zu Paarung treffen. In Gefangenschaft vertragen sich die Tiere jedoch ganz gut. Möchten Sie zwei Igel halten, wäre es am Besten, zwei Weibchen. Männchen haben ein stärkeres Territorialverhalten und kämpfen eher miteinander. Und bei einem Pärchen müssen Sie früher oder später mit zahlreichem Igelnachwuchs rechnen.
Nachwuchs
Die Weibchen können mehrmals im Jahr Nachwuchs zur Welt bringen, sollten aber nicht öfters als zweimal werfen. Da dies die Lebenszeit verkürzt. Nach rund 35-tägiger Tragzeit kommen durchschnittlich zwei bis fünf Jungtiere zur Welt. Diese wiegen rund zehn Gramm und sind nackt und blind. Nach spätestens sechs Wochen werden die Jungtiere entwöhnt und von der Mutter verjagt. Die Geschlechtsreife erlangen sie nach rund acht Wochen. Die Lebenserwartung dieser Tiere beträgt in freier Natur rund drei Jahre, in menschlicher Obhut bis zu acht Jahre.
Artenschutz
In freier Natur zählen die Afrikanischen Igel nicht zu den bedrohten Arten. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt alle Arten der Gattung in der Roten Liste gefährdeter Arten als nicht gefährdet (Least Concern)